Entgegen des widerwärtigen Brauchs, einen Blog mit einer so genannten Kommentarfunktion auszustatten, wird auf unserer schönen Seite darauf verzichtet. Ein Teil der geneigten Leserschaft hat dies sicherlich schon bemerkt. Wir verfahren zum einen so, weil uns andere Meinungen nicht interessieren. Zum anderen ist dem Verfasser auf der ganzen weiten Welt keine Kommentarspalte bekannt geworden, die des Lesens würdig gewesen wäre.

Kennen Sie den Gunnar Schupelius? Ich nicht. Nicht persönlich. Der Gunnar Schupelius, das ist so eine Art Reporter und der schreibt so eine Art Kolumne in dem Berliner Latrinenblatt „BZ“. „Mein Ärger“ heißt die Rubrik. In den Texten geht es um die Politiker, die immer alles falsch machen in unserem Berlin. Die Politiker sind in diesen Stücken entweder Grüne, die keine Ahnung haben, oder Konservative, die sich nicht durchsetzen können. Oder Linke. Bei denen schaudert es den Gunnar Schupelius. Die Themenwahl ist beim Gunnar Schupelius ganz willkürlich: armes Berlin, linke Staatsfeinde, arme deutsche Sprache, Blumenbeete am Tauentzien, arme Polizisten, Asylbewerber, arme Autofahrer, Wowereit. Und: arme Polizisten. Über Schupelius‘ Kolumne fluoresziert die Vorstellung eines Ideal-Berlins (West), das vielleicht so um 1965 existierte. Wo es noch eine Attraktion war, wenn der Zirkus in die Stadt kam und wo man im Sommer an den Wannsee fuhr. Wo der Italiener noch Gastarbeiter war oder eine Eisdiele hatte. Und wo wir nicht Angst haben mussten vor Russen, Chaoten und Grünen. Machte man eine Lesung seiner Texte, der Vortrag müsste gebellt werden.

Reist man nach Berlin, kann es passieren, dass man am Flughafen Tegel ankommen muss. Hat man nach seiner Ankunft tatsächlich all sein Gepäck wieder bekommen und musste sich nicht an einem Beschwerdeschalter anstellen, kann man versuchen, irgendwie von dort wegzukommen. So man nicht mit dem Auto abgeholt wird, bleiben zwei Möglichkeiten. Man kann mit dem Bus oder mit dem Taxi fahren. Denn das Weltstadtniveau Berlins zeichnet sich auch dadurch aus, dass einer der zwei Flughäfen der Stadt nicht an das S- oder U-Bahn-Netz angeschlossen ist. Mit der Bahn ist er ebenfalls nicht zu erreichen. Die Flughäfen in Stuttgart oder Friedrichshafen sind hier besser aufgestellt aber dort gibt’s dafür keinen lustigen Currywurst-Stand. Kommt man jedoch erst spät abends vom Beschwerdeschalter weg, kann es sein, dass keine Busse mehr fahren. Weil wieder irgendwo eine Baustelle aufgetaucht ist. Oder weil irgendwas bei den Verkehrsbetrieben nicht stimmt. Oder weil es geschneit hat. Oder einfach so.